Zum Schluss geht es um die Dividende: Emily, Lena und Fiona rechnen aus, wieviel Geld die Genossenschaftsmitglieder am Ende eines Geschäftsjahres bekommen. (Fotos Heidi Wolf, Landesgartenschau 2025)
9. Klasse der Realschule Furth im Wald nutzt Angebot der Raiffeisenbank Chamer Land auf der Gartenschau
Furth im Wald. Finanzplanung für Jugendliche – dieses Angebot gibt es bei der „Schule im Grünen“ auf der Landesgartenschau. Möglich macht es die Raiffeisenbank Chamer Land, die damit das Bildungsangebot beim Further Mega-Ereignis unterstützt. Auch das Thema „Genossenschaften früher und heute“ ist Stoff für eine Unterrichtsstunde im Freien. 14 Mädchen aus der 9. Klasse der Realschule, die den Zweig „Betriebswirtschaftliches Rechnen“ gewählt haben, sitzen an Biertischen auf dem Gelände der Jungen Gartenschau und lösen Aufgaben aus dem Azubi-Projekt der Bank. Spielerisch sollen sie erfahren, was hinter dem spröden Begriff „Genossenschaft“ steckt: „Was einer allein nicht schafft, das schaffen viele.“ Es gibt Lückentexte, Buchstabenrätsel und Puzzles dazu und als letzte Aufgabe müssen die Schülerinnen die Dividende eines Jahres ausrechnen, die für die Genossenschaftsmitglieder ausgeschüttet wird.
„Das haben wir in der Schule noch nicht gemacht“, berichten Emily, Lena und Fiona, die sich über ein Blatt Papier beugen. Die Zahlen darauf stehen für Ertrag und Aufwand; die Differenz ergibt den Gewinn. Und dann? Ein ratloser Blick geht zu den zwei Azubis, die am Ende des Tisches stehen und den Verlauf dieser Unterrichtsstunde im Freien kontrollieren. Acht angehende Bankerinnen und Banker stellen bei der „Schule im Grünen“ auf der Landesgartenschau ihr Projekt vor: Marius Laurer, Philipp Daschner, Thomas Greiner, Violetta Bachtin, Raluca Iftime, Johanna Weiß und Julia Schwarzfischer. Mit dabei sind außerdem Tobias Riedl, Leiter der Personalabteilung, und Ausbildungsreferentin Sonja Bauer.
Lehrer Martin Lankes hat das Angebot der „Schule im Grünen“ gerne angenommen. Es sei eine Abwechslung im Alltag und das Thema Banken, das im Lehrplan der 9. Klassen stehe, werde von Profis behandelt. „Das ist eine andere Herangehensweise in einer anderen Umgebung“, sagt Lankes. Den Schülerinnen gefällt diese Unterrichtsstunde, in der sie in Gruppen gegeneinander antreten. Wer die Aufgaben am schnellsten löst, gewinnt.

Die RaiBa-Azubis verfolgen genau, wie ihr Projekt bei den Schülerinnen ankommt. Im Hintergrund Lehrer Martin Lankes und Tobias Riedl, Leiter der Personalabteilung bei der Genossenschaftsbank (v.l.)
„Genossenschaften früher und heute“ sind ein Thema, „Finanzplanung für Jugendliche“ das zweite. Die „Schule im Grünen“ hat sich schnell als unsere Favoritin herauskristallisiert, als wir überlegt haben, wie wir die Landesgartenschau in Furth im Wald unterstützen können“, berichtet Vorstandsvorsitzender Reinhard Paulus. Er und seine Kollegen seien von Anfang an überzeugt gewesen, dass dieses Projekt einen Glücksfall für die Entwicklung der Stadt Furth im Wald darstelle. „Als regionale Bank wollten wir bei dieser Veranstaltung dabei sein“, betont Paulus.
Bei der „Finanzplanung für Jugendliche“ geht es um konkrete Tipps für den Umgang mit dem ersten Geld: Wie komme ich mit dem Taschengeld aus, wie führe ich mein erstes eigenes Konto, wie behalte ich angesichts der Verlockungen um mich herum den Überblick über meine Finanzen? Was hilft mir dabei: Finanz-App oder Haushaltsbuch, digital oder klassisch? Wie funktioniert eine Prepaid-Kreditkarte? „Das sind wichtige Themen, denn wir sehen jeden Tag, was passiert, wenn Jugendliche von Geld noch wenig Ahnung haben“, sagt Johannes Häusler, Regionaldirektor in Furth im Wald. Auf der Landesgartenschau wolle die Raiffeisenbank Chamer Land ihren genossenschaftlichen Anspruch leben: „Gemeinsam stark“, denn von dem Mammutprojekt profitiere nicht nur die Stadt, sondern die gesamte Region.
Neben dem Angebot „Finanzplanung für Jugendliche“ in der „Schule im Grünen“ fördere die Bank auch den Kartenabsatz. „Wir haben Tageskarten für alle 190 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gekauft“, informiert Vorstandsvorsitzender Reinhard Paulus. Die Tickets können im Laufe des Sommers abgerufen werden.