Kalte Hände, aber von der Idee begeistert: Heidi Zeitlhöfler, Martin Greiner und Sophia Bielmeier vom Gartenbauverein Viechtach (Mitte) holten sich vom LGS-Team Infos zu den Zielen und den Abläufen einer Landesgartenschau. Gunnar Garbe vom VGL (2.v.r. neben Geschäftsführerin Claudia Knoll) hatte das Holz im Feuerkorb angezündet. (Fotos Fred Wutz)
Delegation des Gartenbauvereins Viechtach engagiert sich für Projekt in ihrer Stadt
Der Gartenbauverein Viechtach ist von der Landesgartenschau Furth im Wald 2025 begeistert! Ein solches Projekt würde auch ihrer Stadt guttun, sind die Vorstandsmitglieder Martin Greiner und Heidi Zeitlhöfler sowie Sophia Bielmeier von der Jugendgruppe „Wühlmäuse“ überzeugt. Mit einer Reihe von Fragen kamen sie am Donnerstagabend zum letzten Preopening, bei dem das Programm für die zwei Themenwochen vom 25. September bis 5. Oktober vorgestellt wurde: „Traumhaftes Finale: Mit Kabarett, Theaterallerlei und buntem Drachensteigen.“ Vor dem Pavillon des Verbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Bayern e. V. (VGL) brannte in zwei Feuerkörben das Holz – Symbol dafür, dass der Funke Landesgartenschau auf Viechtach übergesprungen ist. „Ob ein Feuer daraus wird, werden wir sehen“, sagte Martin Greiner.
Der Viechtacher Bürgermeister Franz Wittmann war schon vor Monaten mit einem Teil des Stadtrates in Furth im Wald, um sich über die Landesgartenschau zu informieren. Am 25. Oktober findet zu diesem Thema eine Bürgerversammlung statt. Martin Greiner, Heidi Zeitlhöfler und Sophia Bielmeier werden auf jeden Fall hingehen, um von ihren Eindrücken aus Furth im Wald zu berichten. Ihnen hat vor allem gefallen, dass auch die Innenstadt von dem Projekt profitiert. Ein absoluter Pluspunkt aus ihrer Sicht: Der Stadtbach Kalte Pastritz und der Chamb dürfen wieder freier fließen; Leben am Wasser hat eine neue Qualität bekommen. „Hier hat eine echte städtebauliche Aufwertung stattgefunden. Die Landesgartenschau erstreckt sich nicht nur auf das Ausstellungsgelände. Sie ist viel mehr als eine Blumenschau“, stellten die Gäste aus dem Nachbarlandkreis fest. In Viechtach gebe es mit dem Schwarzen Regen ebenfalls einen Fluss, der dringend in den Blickpunkt gerückt werden müsse.
Projekte in Bayern müssen die städtebauliche Entwicklung des Veranstaltungsortes voranbringen und nachhaltig wirken, stellte LGS-Geschäftsführerin Claudia Knoll klar. Die Vorbereitungszeit gab sie mit zehn Jahren an. Bis 2032 seien die Projekte bisher vergeben: 2027 Bad Windsheim, 2028 Donauwörth, 2029 Günzburg, 2030 Nürnberg, 2031 Schrobenhausen und 2032 Langenzenn. „Es wäre schön, wenn dann wieder eine Stadt aus dem Bayerischen Wald zum Zug käme“, machte Claudia Knoll der kleinen Delegation aus Viechtach Lust auf das Vorhaben. Wie Vorstandsmitglied Martin Greiner berichtete, zählt der Gartenbauverein in seiner Heimatstadt 430 Mitglieder. Seit dem vergangenen Jahr gibt es die Kindergruppe „Wühlmäuse“, der inzwischen 20 Buben und Mädchen zwischen vier und neun Jahren angehören. Im nächsten Jahr soll eine zweite Gruppe gegründet werden; Anmeldungen sind ab Januar 2026 möglich. Auch für die Arbeit mit den „Wühlmäusen“ habe es in Furth im Wald viele Anregungen gegeben, sagte Sophia Bielmeier.

Die erfahrene Landesgartenschauplanerin und -macherin Claudia Knoll (3. v. l.) gab gerne Auskunft.
Die Landesgartenschau Furth im Wald dauert noch bis zum 5. Oktober. An diesem Wochenende ist die Kultur- und Heimatpflege des Bezirks Oberpfalz mit einem vielfältigen Programm voller Musik, Gesang, Tanz, Theater und Entdeckungen zu Gast. Am Donnerstag, 2. Oktober, von 19 bis 20.30 Uhr stehen Brustmann Schäfer Horn auf der Bühne. Sebastian Horn ist Sänger und Texter von „Dreiviertelblut“ und „Bananafishbones.“ Der Wort- und Musikkabarettist Josef Brustmann kommt von der Klassik und der Volksmusik, war lange mit dem Bairisch Diatonischen Jodelwahnsinn auf Tour und hat als Solokünstler sowohl bei seinen textlichen als auch musikalischen Erfindungen noch nie ein bayerisches Blatt vor den Mund genommen. Benni Schäfer, mit 15 noch Punker, dann leidenschaftlicher Jazzer, ist heute ein höchst gefragter Bassist, unter anderem bei „Dreiviertelblut“ und Josefs Band „Brustmanns Lust.“ Er hat Sebastian und Josef miteinander und sich selbst verbandelt.
Am Freitag, 3. Oktober, ist Herbst- und Drachenfest, am Samstag, 4. Oktober, findet der 2. große Künstler- und Handwerkermarkt mit 45 Ständen statt. Den ganzen Tag über gibt es Musik auf allen Bühnen; das Programm reicht von den Goißlschnalzern bis zum Multikulti-Integrationsverein Roding
Das Ende kommt dann am Sonntag, 5. Oktober:Um 15 Uhr erfolgt die offizielle Fahnenübergabe an Bad Windsheim, das die nächste Landesgartenschau im Jahr 2027 ausrichtet. Es gibt eine Dankesfeier für die Mitwirkenden, die Ehrenamtlichen und die Gästeführerinnen und -führer mit Umweltminister Thorsten Glauber. Um 18.30 Uhr präsentiert der Circus Gankino aus dem mittelfränkischen Dietenhofen sein neues Programm „Das Gegenteil von Rock´n´Roll“ und um 20 Uhr setzt die Feuerwehr Gschwand mit einem Wasserfeuerwerk den endgültigen Schlusspunkt hinter unvergesslichen Monaten.